alterhobbypublikationen
Elisabeth

Online Magazin

Es ist nie zu spät etwas Neues zu lernen

Altershobbypublikationen - das ist das Altershobby der Wiener Wissenschaftspublizistin Elisabeth Pühringer mit dem Alterswohnsitz in Haslau an der Donau. Dieses online-Wissenschaftsmagazin steht unter dem Motto: aktuelle Forschungsergebnisse - allgemein verständlich. Auf gut neudeutsch: archaeology goes public.  Diese online-Zeitschrift beschäftigt sich mit Themen der Urgeschichte (Vorgeschichte, Prähistorie), im speziellen mit der Archäologie der Bronzezeit.

Archäometallurgie - das ist die Welt der Metallfunde aus vergangenen Zeiten. Im Speziellen geht es um Gusskuchen. Das sind runde Metallbarren aus Kupfer und Bronze, also Rohmaterial, das für eine spätere Weiterverarbeitung bestimmt ist. Diese Rohmetalle wurden von den prähistorischen Metallurgen  in Stücke zerteilt und europaweit gehandelt. Die Gusskuchen und ihre Teilstücke weisen im statistischen Mittel Gewichtsrelationen auf, die vermuten lassen, dass es sich um genormte prähistorische Zahlungsmittel handelte. Die Geldgeschichte zeigt, dass nicht nur Münzen, sondern viele Dinge Geldfunktion haben können. Deshalb wird hier von Urzeiteuro und Urzeitnormen gesprochen.

Das Zerteilungsschema der runden Gusskuchen erinnert an ein Rad mit Speichen. Die archäologische Forschung kennt viele Arten von Raddarstellungen: Radnadeln (Radkopfnadeln, Radkreuznadeln), Radanhänger, Radkreuze sowie Radkreuzträger. Raddarstellungen findet man auch als Felsbilder in den Alpen (rockart). Diese radförmigen Felsgravuren werden als mythologische Symbole betrachtet und daher als Sonnenräder bezeichnet.

Elisabeth Pühringer stellte in ihrer Dissertation die These auf, dass Radzeichnungen Teilungsanleitungen für runde Rohmetallbarren sein könnten und erarbeitete ein Relationsschema aus den Gewichten dieser Fundstücke: Gewichtsrelationen als Masseinheit für den Metallhandel. Denkansätze dieser Art gehören zu dem jungen Forschungszweig kognitive Archäologie. Darunter versteht man ein Gedankenesperiment.  Die kognitive Archäologie liegt zwischen den Fachbereichen experimentelle Archäologie und theoretische Archäologie. In Hinkunft muss die traditionelle archäologische Forschung alle diese neuen Strömungen unter einen Hut bringen.

Antike Metallfunde interessieren jedoch nicht nur die Wissenschafter sondern auch die Schatzsucher. Sie suchen mit ihren Metallsonden den Boden ab, um Schätze aus der Vergangenheit aufzustöbern. Diese Sondengeher mit ihren Detektoren gelten für die archäologische Forschung als Raubgräber. Schatzjagd, Schatzsuche (treasure hunting) oder Raubgräberei - die Bezeichnung hängt vom jeweiligen Blickwinkel ab. Da die Urgeschichtsforschung sich nicht auf schriftliche Quellen stützen kann (wie etwa die klassische Archäologie oder die Ägyptologie), ist sie auf möglichst viele Funde - und vor allem die oiginalen Fundorte - angewiesen. Private Sammler hingegen zahlen gute Preise für illegal gegrabene Antiquitäten. Die Ankaufspolitik internationaler Museen muss kritisch hinterfragt werden. So wie beim Artenschutz die roten Listen, sollte es beim Denkmalschutz schwarze Listen geben.

Indiana Jones' Erben plündern die Schatzkammer Erde und zerstören das kulturelle Erbe der Menschheit. Und wir betrachten sie als Glückspilze.

 

 

 

 

 

Was haben Sie jetzt geglaubt? Dass hier eine Alte am Krückstock kommt? Oder die Memoiren der Hexe Kniesebein?

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